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  • Die Corona App - Überwachung oder nützliche Hilfe?










    Hallo Community

    Die Newslage über die Corona-Pandemie wächst täglich und so langsam kann man den Überblick verlieren. Ich möchte mich mit meinem Beitrag explizit auf die Corona-App konzentrieren.
    Sie soll laut der Bundesregierung höchstwahrscheinlich im Mai vorgestellt werden.
    Jetzt ist zudem ein offener Streit bei den Initiatoren ausgebrochen über die Art der Auswertung von Tracking-Daten. Dezentrale oder zentrale Auswertung und damit Speicherung der Daten!!!
    Die Bundesregierung geht mal wieder ihren eigenen Weg. Sie setzt hier auf die zentrale Datenspeicherung.
    Mehr als 300 Wissenschaftler aus 26 Ländern warnen zudem über eine grundlegende
    "Überwachung der Gesellschaft" durch nicht-datenschutzkonforme Corona-Apps.
    Google und Apple bevorzugen jedoch den dezentralen Ansatz, um später eine staatliche Überwachung möglichst einzuschränken.
    Standortdaten werden nicht erhoben werden und die Nutzung ist auf freiwilliger Basis.


    Dezentrales oder zentrales Matching
    Österreich und die Schweiz haben sich auf die dezentrale Speicherung festgelegt.
    Beim zentralen Ansatz würden die Kontaktlisten von infizierten Personen auf einem zentralen Server hochgeladen werden, sobald man positiv auf das Virus getestet wurde. Dieser berechnet das Risiko einer Infektion und verständigt die Kontaktpersonen der letzten 14 Tagen.
    Die dezentrale Methode soll ohne eine solche Speicherung und Verarbeitung von sensiblen Daten auf einem zentralen Server auskommen. Infizierten Personen melden ihre ID als infiziert – und alle anderen Smartphones fragen ständig ab, ob sie in Kontakt mit diesen ID's waren.



    Grundlegende Informationen zur Corona-App

    Am ersten 1. April haben Forscher und Entwickler aus fast 30 europäischen Organisationen und Unternehmen einen neuen Standard für das Tracking von Handynutzern vorgestellt.
    Die PEPP-PT (Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing) Methode.
    Die Corona-App, die Bluetooth-Schnittstelle und andere Funksignale sollen den Abstand zu anderen Nutzer messen.

    Funktionsweise der App
    • Die Nutzer installieren sich freiwillig die App auf ihren Smartphones
    • Bluetooth muss eingeschalten werden
    • Die Nutzer bekommen von der App eine temporäre ID zugewiesen
    • Die ID wird zentral auf den App-Server gespeichert
    • Die App misst Abstand (weniger als 2 Meter) und Zeit bei einem Kontakt - 15 Minuten
      verschlüsselt auf dem Smartphone


    Fallbeispiel:
    Eine Person wurde positiv auf Corona getestet.
    Diese Person bekommt von der Gesundheitsbehörde eine Transaktionsnummer (TAN).
    Unter Angabe dieser TAN kann diese Person ihren Kontaktverlauf auf einen zentralen Server hochladen.
    Alle IDs der letzten 14 Tagen werden aufgefordert sich testen zu lassen.


    Wie funktioniert die Corona-Appals Video




    Am 7. April hat das RKI ihre Corona-Datenspende-App vorgestellt.
    Der Chaos Computer Club warnte nach einer Überprüfung vor etlichen Sicherheitslücken und Schwachstellen. Angreifer konnten über die App recht einfach personenbezogene Daten von
    Fitness-Trackern abgreifen.
    Ich persönlich würde diese App nicht nutzen. Der Code der App ist proprietär und
    damit nicht öffentlich überprüfbar und dokumentiert.


    Funktionsweise der Datenspende-App des RKI





    Zusammengefasst:
    Die Bundesregierung, deutsche Unternehmen und das RKI haben einiges im Portfolio.
    Darunter die Corona-App, RKI-Datenspende App, COVID-19-Testergebnisse-App (Telekom)
    und dieses Jahr kommt höchstwahrscheinlich auch noch die Quarantäne-App.
    Aber all diese digitalen Hilfsmittel sind mit Vorsicht zu genießen.
    Bleibt die Bundesregierung bei der Kontaktverfolgung mittels zentralen Datenauswertung (PEPP-PT),
    wird sie wohl das Vertrauen der Bürger größtenteils verspielt haben.
    Können die Macher zu 99% garantieren, dass diese Anwendungen Hacker sicher sind?
    Wenn ich fast wöchentlich die Datenpannen von großen IT-Unternehmen im Netz lesen muss,
    dann bekomme ich zunehmend ein beklemmendes Gefühl bei der ganzen Sache.
    Sind die Daten erst mal vorhanden, werden sie womöglich auch für andere Zwecke herhalten müssen? Davon bin ich fest überzeugt.
    Werden womöglich in der Zukunft alle diese Datenprofile miteinander verknüpft?
    Wer weiß das schon.



    Fallen wir zunehmend in einen digitalen Totalitarismus?

    Wie ist eure Meinung hierzu?











    Beste Grüße

    Cyriax







    Quelle: Golem

    Quelle: Heise

    Quelle: Netzpolitik

    Quelle: Sueddeutsche

    Video-Quelle: Youtube





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    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Die Corona App - Überwachung oder nützliche Hilfe? - Erstellt von: Cyriax Original-Beitrag anzeigen